Was ist eine (Bau)-Projektfortschrittsanalyse ?

Durch die Fortschrittsanalyse erhalten Sie genaue Informationen über den Projektfortschritt sowie die Kosten- und Terminsituation.

Die Fortschrittsanalyse wird angewandt um den tatsächlichen Fertigstellungsgrad (Fortschrittsgrad) eines Projektes an einem bestimmten Stichtag zu bestimmen.                                                            

Bei Auftreten eines Verzuges verändert sich der Fertigstellungsgrad des Projektes und dies hat Auswirkungen auf die Kosten und Termine.[1]

Inhalt des Fachberichtes

 

                                   

 

Ablauf einer Fortschrittsanalyse[1]

  1. Notwendige Daten des Projektes für die Fortschrittsanalyse müssen eingeholt werden. Dazu zählen unteranderem der Projektbeginn und das Projektende. Daraus kann sich die Projektdauer ableiten.
  1. Erstellung eines Projektstrukturplan mit den dazugehörigen Arbeitspaket
  2. Weiteres muss eine einheitliche Messmethode definiert werden
  3. Erfassung von Plandaten vom Projekt (Kosten, Termine, Meilensteine, etc.) (Soll-Daten). Die Soll-Daten werden als so genannter Benchmark-Wert aus vorhandenen abgeschlossenen Projekten entnommen und mit dem Ist-Daten verglichen.
  4. Ermittlung der Ist-Daten zum Projekt. (aus Aufmaßblätter von der jeweiligen Baufirma)
  5. Mittels der gewählten Messmethode ergibt sich der Projektfortschritt


Einsatzmöglichkeiten? Wann und wo wird die Fortschrittsanalyse eingesetzt.

Die Fortschrittsanalyse wird bei folgenden Projekten eingesetzt:

  • zeitkritisch
  • umfangreich, d.h. Sie haben viele Arbeitspakete geplant
  • ressourcenintensiv, z.B. die Entwicklungsstunden in einem Forschungs- & Entwicklungsprojekt
  • Fortschritt ist unabhängig vom Kostenanfall, d.h. aus dem Kostenanfall lässt sich der Projektfortschritt nicht ablesen

 

Die Fortschrittsanalyse könnte wie folgt einsetzet werden:

  • intern, um Termin- und Kostenabweichungen zu einem frühen Zeitpunkt zu erkennen. So hat man die Möglichkeit, entsprechende Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen und mit diesen Maßnahmen entgegen zu wirken. In einem Projekt werden beispielsweise die Termine aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht eingehalten. Dafür liegen die Kosten niedriger als erwartet. Besitzt nun die Einhaltung des Zeitrahmens höhere Priorität als die Einhaltung des Kostenrahmens, so kann der Projektleiter das Projektteam vergrößern, um die Verzögerung wieder einzuholen.

 

  • extern, um dem Auftraggeber die erforderlichen Berichte über die termin- und kostengerechte Durchführung des Projekts zu liefern. Ebenfalls können Projektmitarbeiter ohne großen Zeitaufwand über den Projektstand informiert werden. Damit fördern Sie die Transparenz und eine funktionierende Kommunikation als Erfolgsfaktoren Ihres Projekts.

 

Der Fachbericht (pdf):

   

 

Anwendungsbeispiel (xlsx):

 

 

 

  • No labels

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