Scrum

Begriffklärung SCRUM

Der Begriff Scrum entstammt eigentlich dem Vokabular des Rugbys und bedeutet übersetzt Gedränge. Hiermit ist ein spezieller Spielzug gemeint, in welchem die beiden gegnerischen Teams verkeilt einander gegenüber stehen und versuchen müssen den Ball für sich zu erobern. Im Projektmanagement ist SCRUM eines der bekanntesten agilen Frameworks.

Was heißt SCRUM im Kontext von Projekten?

SCRUM ist zunächst eine Ausprägung eines agilen Managementansatzes. Dieser besteht aus definierten Werten, Prinzipien, Skills, Methoden und Ritualen (kann man auch gerne als Vorgehen/Prozess bezeichnen.

Bei Anfängern liegt der Fokus auf den Ritualen (Daily Stand-Ups, Sprints, Sprint Planning, Retrospektiven), denn diese sind das Offensichtliche. Will man mit seinem Team tatsächlich wirksamer, effizienter und agiler arbeiten, dann werden Werte, Prinzipien und Skills (des Teams und des Individuums im Team) wesentlich wichtiger. Unverzichtbar ist hierbei das Prinzip des sich selbst-organisierenden Teams. Die Umsetzung aber auch Planung und Steuerung sind die Verantwortung des gesamten Teams. Dieses Modell verabschiedet sich ganz deutlich von einem Führungsverständnis, welches davon ausgeht, dass Mitarbeiter angeordnet bekommen müssten, was sie zu tun haben, aber auch von einer pädagogischen Betreuung durch eine sog. Führungskraft, die Kraft Erfahrung, Ausbildung oder Position besser wissen soll, was gut für den Mitarbeiter ist. Wer dieses Prinzip missachtet, wird am Ende nur Rituale ausgetauscht haben, hat aber dabei keine Erfolgsvoraussetzung für mehr Agilität und Effektivität geschaffen.

Hintergrund zu SCRUM

1986 wurde Scrum von Hirotaka Takeuchi and Ikujiro Nonaka als "Produktentwicklungs-Strategie" definiert. In diesem war die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Vordergrund und nich die sequenzielle Abarbeitung. Anfang der 90er Jahre führte Ken Schwaber und Jeff Sutherland eine Vorgehensweise im Unternehmen ein, die später im groben den Rahmen für Scrum definierte. 1995 hat  Jeff Sutherland und Ken Schwaber das Scrum Framework als "Scrum methodology" in einem Papier vorgestellt. 2001 wurde in Zusammenarbeit zwischen Ken Schwaber und Mike Beedle im Buch "Agile Software Development with Scrum" die Methode ausführlich beschrieben und später durch das Agile Manifest ergänzt, dass Werte und Prinzipien in der Agilen Softwareentwicklung definiert.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Literatur und Publikationen zum Thema SCRUM.

Beiträge auf openPM zu SCRUM

 

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12 Kommentare

  1. Hi, mir ist unklar, welchen Inhalt diese Seite haben soll.

    Könnt ihr das präzisieren? Z.B. ein kurzer Überblick (bzw. besser Links auf entsprechende Seiten), Erfahrungen, oder was?

    1. Hallo Susanne,

      das soll mal die Einstiegs- und Überblicksseite werden. Wir haben an einigen Stellen solche rudimentären Hilfsseiten, weil wir die für die inhaltliche Strukturierung in der Baumnavigation brauchen. Gerade für Scrum gibt es ja auch schon eine Reihe von Beiträgen, die unter dieser Seite hängen.

      Jeder ist herzlich willkommen solche Seiten zu verbessern und mit Inhalten zu füllen!

      Gruß

      Bernhard

    2. Ich hatte noch keine Zeit mich der vorhandenen Textvorschläge anzunehmen. Kurze Einführung zum Begriff bzw. einige wichtige Teile des Frameworks anskizzieren und dann Links auf die vorhandenen Texte wäre ein erster Schritt.

  2. Hallo Rainer, Hallo Susanne,

    slso was ich bisher noch nicht gefunden habe ist eine Grobe Übersicht zu Scrum im openPM Wiki.

    Also Grundsätzlich:

    1. Wie ist der Ablauf
    2. Welche Rollen gibt es
    3. Welche Artefakte gibt es

    Wenn es okay ist, dann würde ich das gerne die Tage ergänzen.

    1. Damian Dessler Leg einfach los! Die anderen werden dir schon beispringen. (Zwinkern)

    2. Danke Damian Dessler, das fehlt tatsächlich! Einfach machen. Vielleicht kannst Du dabei auch die Scrum Patterns von Andreas Heilwagen irgendwie einbauen / referenzieren.  

  3. Ja ich habe gerade gesehen, das die etwas versteckt liegen unter Core Scrum Pattern.

    Wobei es dort nach einem Muster

    • Kontext
    • Problem
    • Einflüsse
    • Lösung
    • Resultierender Kontext

    aufgeschrieben wurde und es im Kontext "Refiegradmodell" steht. 

    Ich werde es aber mit einbinden bzw. referenzieren. 

    Guter Hinweis (Lächeln)

    Viele Grüße,

    Damian 

    1. Ich könnte mir vorstellen, dass sich Deine Übersicht ganz gut ergänzen wird mit den Patterns, die so im Moment ein wenig unhandlich und gut versteckt sind. Bin gespannt.

  4. Übrigens, was mir aufgefallen ist: Es wird oft manuell auf Unterseiten verlinkt und das kann man automatisiert über Makros machen lassen.

    In dem oberen Artikel habe ich die Beiträge zu Scrum (die ja als Unterseite definiert sind) mit dem "Children Display macro" versehen. Mit dem werden alle Unterseiten automatisch aufgelistet.

    1. Guter Punkt. Da waren wir bisher nachlässig. Das Makro macht Sinn. Trotzdem haben auch manuelle Verlinkungen auf Unterseiten ihren Sinn, weil die im Kontext des Artikels stehen und auch bei Verschiebungen der Seite erhalten bleiben. 

  5. Auf jeden Fall, da stimme ich dir zu. In einigen Fällen ist es durchaus sinnvoll vielleicht mit Inhaltsverzeichnissen zu arbeiten. 

    Gerade bei längeren Artikel verliert man bei den Headlines die Übersicht, da sich die Headlines auch nicht so stark unterscheiden und anders als bei Word nicht mit Kapitelnummern versehen sind.

    Ich habe für unsere interne Dokumentation ein Template erstellt, mit dem man recht einfach einen Dokumentationsbeitrag schreiben kann, wo automatisch Sektionen, Spalten und entsprechende Struktur mit Inhaltsangabe ausgegeben wird.

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