Definition Systemtheorie

"Systemtheorie ist ein interdisziplinäres Erkenntnismodell, in dem Systeme zur Beschreibung und Erklärung unterschiedlich komplexer Phänomene herangezogen werden. Systemtheorien gehen häufig von kohärenten, sich selbst erhaltenden Einheiten wie etwa "Gesellschaft", "Justiz" oder "Haushalt" aus und erklären die beobachteten Phänomene durch die Verortung des Phänomens innerhalb der Einheit.
So erklärt ein systemtheoretischer Ansatz das Handeln von Individuen nicht durch Bewertungen desselben (wie "böse", "rational" o.ä.), sondern durch dessen Position in der "Gesellschaft" und die sich daraus ergebenden sozialen Zwänge. Die Analyse von Strukturen und Funktionen soll häufig Vorhersagen über das Systemverhalten erlauben." (Wikipedia)

Welchen Beitrag kann die Systemtheorie im Kontext von Projekten leisten?

Auch Projekte und ihre Umwelt können als Systeme interpretiert werden. Die Systemtheorie kann uns dabei helfen Verhaltensweisen sowohl des Systems als auch einzelner Akteure besser zu verstehen und Handlungsstrategien zu entwickeln.

Ein besonderer Aspekt in der Theorie sozialer Systeme ist das Phänomen der Selbstorganisation von Systemen. Man kann die Anwendung agiler Methoden beispielsweise als eine Ermöglichung von Selbstorganisation verstehen. Sie schaffen einen Rahmen (z.B. durch Rollen, Rituale, etc.) und ertüchtigen so das Team.

Systemtheoretische Überlegungen helfen aber beispielsweise auch bei der Umfeldanalyse oder der Stakeholderanalyse und schaffen ein besseres Verständnis für Changemanagement.

Hintergrund zu Systemtheorie

Wikipedia Links zum Thema:

Beiträge auf openPM zu Systemtheorie

Twittern

Dieser Inhalt von openPM steht unter einer Creative Commons Lizenz (CC BY 3.0) und kann frei verwendet werden unter Namensnennung durch Link auf http://openpm.info. Unpassende Inhalte, insbesondere Verstöße gegen Urheberrechte, bitte via info@openpm.info melden. Weitere Informationen unter Nutzungsbedingungen