• Mit "42" persifliert Douglas Adams in "Per Anhalter durch die Galaxis" die gesellschaftliche Praxis, Antworten zu haben ohne die zugehörige Fragestellung zu kennen
  • Wir reden über die unterschiedlichen Projektmanagement-Ansätze und haben vergessen, welche Frage wir mit Projektmanagement beantworten woll(t)en
  • Anstatt uns zu fragen, was wir (mit Projektmanagement oder Projektführung) erreichen wollen, diskutieren wir, welches Methodengerüst angewendet werden muss
  • Wir machen manchmal "agil" (leider) zu einem Hype, ohne andere Ansätze und Methodensets wirklich verstanden zu haben
  • Dabei verwechseln wir gerne auch "klassisches Projektmanagement" mit dem "Wasserfall-Modell", was jedoch lediglich ein Vorgehensmodell darstellt
  • Unser Bild von Organisationen ist heute immer noch geprägt von den Ideen der Herren Taylor und Ford; die allerdings wollten möglichst viele identische Produkte möglichst günstig herstellen
  • Projekte sind eine komplett andere Organisationsform: sie werden von Menschen gemacht, die sich eigens dazu zusammenraufen, um ein neues Thema umzusetzen
  • Schaut man sich das Bild zu Projekten als Organisationsform an, wird deutlich, dass wir uns in solch einer Situation stets dieselben Fragen stellen: Um was geht es hier? Was soll erreicht werden? Was ist meine Rolle? Was muss ich tun? Von wem erhalte ich Input? Wem gebe ich das Ergebnis weiter? Wie kommen wir zu Entscheidungen? etc. 
  • Diese Fragen müssen beantwortet werden, damit Zusammenarbeit produktiv werden kann
  • In diesem Kontext sollten wir Projektplanung als gemeinsames Nachdenken verstehen und aufhören zu glauben, man müsse Pläne einhalten; wie man auf die Idee kommen kann, Pläne einhalten zu wollen, habe ich, Holger Zimmermann, noch nie verstanden - Planung ist das Ergebnis gemeinsamen Nachdenkens und Verhandelns, wobei das Verhandlungsergebnis in Form bspw. eines Gantt-Diagramms festgehalten wird
  • In der Umsetzung wird dem Plan die Realität gegenüber gestellt; aus dem Delta zwischen Plan und Realität gilt es Schlüsse zu ziehen und "Kompensationsmaßnahmen" in Gang zu setzen    
  • Würden die Beteiligten mehr über ihre Zusammenarbeit sprechen, würden uns Projekte besser gelingen; das sollte idealerweise zu Beginn eines Projekts geschehen, denn dann gibt es noch die Möglichkeit, die Dinge zu beeinflussen
  • Unser Vergleich der verschiedenen Projektmanagement-Schulen und -Ansätze hat ergeben, dass sämtliche Richtungen im Ergebnis dasselbe erreichen wollen: "12 Stufen der Klarheit" haben wir das getauft, was hilft, gute Zusammenarbeit zu organisieren (siehe Anhang)
  • In diesem Sinne ist Projektmanagement ein Hilfsmittel, das es uns als Beteiligte leichter macht, Projekte zu einem guten Ende zu führen, und das unsere Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht - methodenunabhängig
  • Die Leitfrage von Projektmanagement lautet demnach: Wie gelingt uns gute Zusammenarbeit? 
  • Im Sinne des Barcamp-Mottos ist Projektmanagement demnach mal Voodoo, mal Kunst, mal Handwerk - jedoch immer ein Hilfsmittel

Skript und Unterlagen

Weitere Quellen zum Vortrag

3 Comments

  1. Hallo Holger Zimmermann, Dein Flipchart-Foto ist leider etwas klein geraten und schlecht lesbar. Hast Du davon eine größere Version?

    1. Danke Thilo Niewöhner für den Hinweis. Da hatte ich den Link wohl falsch gesetzt. Jetzt müsste es passen. Oder?

      1. Jetzt ist es gaanz groß. Aber augenfreundlich.

        Danke, Holger Zimmermann

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