ArchiMate für Projektsteuerung und Requirementsengineering

Einleitung

Bei ArchiMate handelt es sich um ein Architekturframework mit dem komplexe Systeme und Geschäftsprozesse beschrieben werden können.
Es hat Ähnlichkeit mit TOGAF und wird im Normalfall von Solution- und Enterprise Architekten verwendet.

ArchiMate kann für die Steuerung von Projekten verwendet werden. Wichtige Themen die hiermit verwaltet werden können:

  • Vollumfängliche Nachvollziehbarkeit von Anforderungen bis zur Sourcecode-Zeile
  • Anforderungsanalyse auf unterschiedlichen Ebenen (Geschäftsebene, Applikationsebene und Infrastrukturebene)
  • Anforderungsanalyse auf unterschiedlichen Aspekten (Informationsaspekt, Verhaltensaspekt, Strukturaspekt)
  • Fokusierte Diskussionen für unterschiedliche Themenbereiche
  • Stakeholdermanagement
  • Roadmap Erstellung und Verwaltung
  • Product Backlog Grooming inklusive Iterations-Backlog Management
  • Gut strukturierte Systemdokumentation
  • Sicheres Verwalten aller Artefakte

Bei Architekturzentrierten Vorgehensweisen, wie beispielsweise Unified Process oder Rational Unified Process, kann ArchiMate verwendet werden um die Anforderungsanalyse, die Modellierung, die Umsetzung und den Test nachvollziehbar abbilden zu können.
ArchiMate und Unified Process sind Werkzeuge für architekturzentrierter Vorgehen.
Für Projektleiter kann dieses Architekturframework interessant sein um sicherzustellen, dass bei Diskussionen mit den unterschiedlichen Stakeholdern geordnet geführt werden können und alle Bereiche in einem komplexen System gut strukturiert abgebildet werden.
In agilen Projekten kann mit ArchiMate die notwendige Dokumentation erstellt und die Anwendungsfälle / User Stories vernünftig geordnet werden.

Auf diesen Seiten wird ein Einblick in die Arbeit mit ArchiMate und architekturzentrierten Vorgehensweisen gegeben.
Fokus wird auf die Anforderungsanalyse, das Stakeholdermanagement und die Modellierung komplexer Systeme gelegt. Weiter wird die tägliche Arbeit (erstellen einer Roadmap, Fertigstellungsgrad definieren, Risiken und Issues erkennen usw.) mit ArchiMate erläutert.

Die Dokumentation wird in den nächsten Wochen entstehen.

Inhaltsverzeichnis

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8 Kommentare

  1. Ich würde die Lizenzvereinbarung (unter OSI Kriterien) als "Open-Source" bezweifeln. 90 Tage Test bzw. lediglich interne Nutzung ist, in meinen Augen, kein Open Source.

     

  2. Hallo,
    vielen Dank für den Hinweis!
    Ich habe das entfernt. Es wäre toll herauszufinden ob wir uns hier auf rechtlichen dünnem Eis befinden oder ob ich dieses Thema weiter vertiefen darf.
    Ich will eigentlich noch deutlich weiter gehen und erläutern wie man mit ArchiMate architekturzentriertes Projektmanagement durchführen kann...

    1. Ich sehe nicht, warum wir uns hier auf dünnem Eis bewegen. Natürlich wäre das beschriebene Vorgehen relevanter, wenn jeder ArchiMate frei einsetzen dürfte, aber es ist nicht verboten (im rechtlichen Sinn und im Sinn von openPM) den Umgang mit einer kommerziellen Software zu beschreiben. Sonst dürften wir ja auch MS Project o.ä. nicht thematisieren. Vielleicht könntest Du, Roland Baldenhofer, das Vorgehen abstrahieren von der konkreten Software oder Alternative Software darstellen.

      1. Cool, dachte ich mir schon (Lächeln)
        Ich bin mir nur noch nicht sicher was eigentlich die Lizenz ausmacht. Wenn die Lizenz sich auf das Framework (Dokumentation)bezieht könnte es schon ungeschickt sein. Ich sauge mir gerade mal die Trial-Version runter und schaue was das eigentlich ist.
        Auf dem Markt gibt es  Open Source Modelling Tools (z.b. Archi) die sich das Framework zunutze machen. Was die Open Group da lizenziert weiß ich bis jetzt leider noch nicht.
        Für die eigene Firma oder Privat darf man laut Lizenz das Framework ohne Lizenzkosten verwenden.
        Am Ende werde ich sowieso vor allem darauf eingehen wie man Requirementsengineering mit Architekturtools unterstützen kann, im Zweifelsfall werde ich dann einfach weiter von ArchiMate als Framework weggehen.

  3. Nach meinem Wissensstand gibt keine definierten Regeln (wie Wikipedia NPOV) bei OpenPM. Ich würde mir für OpenPM wünschen, den Fokus bzgl. der Tools und der Methodiken über freie Software hinaus zu setzen.

     

    1. Es gibt neben den Netiquette keine weiteren Regeln im Moment. Wir fanden es schwierig diese zu Beginn quasi theoretisch zu definieren. Im Laufe der Zeit werden sicherlich einige Regeln aufgestellt werden. Ich hoffe, dass wir das einigermaßen demokratisch schaffen. Im konkreten Fall der freien Software, würde eine Beschränkung keinerlei Sinn machen, denn es geht bei openPM darum was in der Praxis eingesetzt wird und wie man damit arbeitet, ob nun freie Software oder nicht.

      1. Hallo,
        in diesem Fall handelt es sich nicht um freie Software sondern um ein Architekturframework bei dem die Nutzung für den kommerziellen Einsatz festgelegt wurde. Also so wie bei PMI oder IPMA oder RUP die Projektvorgehen lizenziert und nicht frei zur Verfügung stehen.

        Wir beschreiben hier bei openPM viele nicht offenen Standards. Beispiele: RUP, Prince 2 usw. Diese Standards verwenden wir in unseren täglichen Projekten. Solange wir anhand dieser Konstrukte die Möglichkeiten und Grenzen beschreiben machen wir wohl das was wir mit openPM bezwecken wollten.
        Wir verwenden z.B. ArchiMate nicht um eine Enterprise-Solution zu skizzieren sondern um Vorgehensweisen im Projekt zu beschreiben. Damit ich das machen kann, muss ich jedoch einige Grundlagen einführen da sonst niemand verstehen kann wie die Zusammenhänge sind.

        Falls es freie und leistungsfähige Architekturframeworks gibt, können wir diese hier erwähnen. Ich kenne da im Moment leider keine die die gleiche Mächtigkeit haben...

        Wenn ich wieder Zeit habe werde ich jetzt vorerst einfach weiterschreiben. Diese Woche darf ich mich aber erst einmal wieder um einen Kunden kümmern (Zwinkern)

  4. Ich habe mir die Lizenz-Thematik nochmal angeschaut. Die Lizenz bezieht sich nicht auf den Standard/das Modell, sondern die kommerzielle Verwendung (z.B. Nachdruck) des Dokumentationsdokuments. Der Standard an sich ist offen.

    -> Roland Baldenhofer: Ich verfasse in den nächsten Tagen dazu nochmal einen Unterartikel, um das genauer auszuführen. Danach sollten die Kommentare dann entfernt werden, um keine unnötigen/falschen Unsicherheiten zu erzeugen.

     

     

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