Moderation

Thomas Michl

Thema: "Überlebensstrategien" in (hoch-)bürokratischen Organisationen

Aus Sicht des Freiberuflers = "Externen"
  • als Externer ist es einfacher, da
    • Distanz zur Organisation vorhanden
    • temporär in die Organisation eingebunden
    • keine Identifikation mit der Organisation erforderlich
  • aber auch hier gilt - kann zur Belastung werden

Aus Sicht des Angestellten = "Internen"

  • wenn es hart und schmerzhaft wird: Wechsel!
  • sich die Frage stellen: "gehen" oder "durchhalten"
  • aber Vorsicht: erst klar ziehen, was will ich bzw. wohin will ich!
  • klare Grenze ziehen: wann ist der Punkt, wo ich DAS nicht mehr mittragen kann und will!
  • kein "Heldentum"

Für Beide gilt:

  • innere Haltung hilft:
    • was kann ich positives daraus ziehen, was kann ich daraus lernen (viel Humor)
    • sich die Deutungshoheit nicht nehmen lassen
    • Gelassenheit: was kann ich ändern, was nicht
  • soziale Kontakte helfen:
    • mit Kollegen
    • mit Gleichgesinnten von außerhalb 

Weitere Notizen:

  • Galgenhumor als Überlebensstrategie
    • Stephan List: Auch Galgenhumor hat seine Grenzen. soziales Aufgefangen werden ist sehr wichtig.
  • Fragen:
    • Was lerne ich aus dieser Situation?
    • Was lerne ich daraus?
    • Wo ist meine Schmerzgrenze? (Deutungshoheit behalten) - Cleo Becker
  • Schreibt auf, wie ihr arbeiten wollt und wie ihr auf keinen Fall arbeiten wollt - Stephan List
  • Aus Scheitern lernen
  • "Wer schreibt, der bleibt"
  • "Cover your ass"
  • Dienst nach Vorschrift
  • Nein-Sagen in großen Organisationen ist ohne entsprechende Unterstüzung häufig gar nicht möglich
  • Bernhard Schloß: Organisationen ziehen Mitarbeiter an, die so sind, wie ihre bereits vorhandenen Mitarbeiter. ==> Jeder Konfilkti findet somit unausgesprochen auch immer auf der persönlichen Ebene ab.
  • "Nicht jeder ist ein Stehaufmännchen."
  • "Change it, love it or leave it."
  • Coaching und kollegiale Beratung als weitere Strategien

Fazit: 

Grenzen erkennen und nicht verbrennen lassen. Auch "Stehaufmännchen" kommen an ihre Grenzen. Sich daher über die kritische Linie bewusstsein, diese definieren und wird diese erreicht/überschritten Konsequenzen ziehen. Der letzte Schritt kann schmerzhaft (Gefühl zu scheitern) sein, aber das Eingeständnis des Erreichens der Schmerzgrenze heißt nicht, dass man versagt hat. Vielmehr anerkennt mensch die Faktenlage.


Referenz: 

Das Ministry of Silly Walks entstammt einem Sketch der britschen Komiker von Monty Python.

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