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SELBSTSTÄNDIGKEIT IM PROJEKTMANAGEMENT – 15 Teilnehmer

 Input von Maren Uffenkamp – auf dem Weg in die Selbstständigkeit

1) Literaturvorschläge zur Selbstfindung: "Was will ich machen und macht mich happy?"

·  Business Model You von Tim Clark, Alexander Osterwalder, Yves Pigneur: 
Wie kann ich mein persönliches Erfolgsmodell entwickeln und realisieren?

·  Finding your Element von Ken Robinson: 

Wie finde ich mein Element? Also den Job, der mich glücklich macht und mich erfüllt?

·  The Big Five for Life von John Strelecky: 

Wie kann ich meine persönlichen Lebensziele mit meiner Arbeit in Einklang bringen?)

·  Die 4-Stunden Woche von Timothy Ferris: 

Wie kann ich meinen Job so optimieren, dass ich bei gleichem oder mehr Gehalt nur 4 Stunden die Woche arbeite?)

 

--> Herausarbeiten, was sind meine Erfahrungen, was kann ich und dadurch Ableitung was kann ich & würde ich gerne in der Selbstständigkeit machen. Dazu dann abgleichen, was die potentiellen Kunden brauchen, bzw. welches Problem kann ich durch meine Skills für sie lösen. Am besten eine Nische finden.

 

2) Selbstmarketing & Networking

·  zielgruppengerechtes Xing & LinkedIn Profil

·  zielgruppengerechte Website (z.B. Jimdo)

·  Visitenkarten (z.B. Flyeralarm oder MOO etc.)

·  Networking 

o auf Events (z.B. PM Camp, MeetUps, AgileTuesdays, Do WorkYou Love etc.)

o im Co-Working Space (z.B. Impact Hub, combinat etc.)

 

3) Kundenakquise

·  Anknüpfungspunkte bei bisherigen Arbeit/Auftraggebern

·  Recherche: welches sind UN, die mich interessieren und welchen Mehrwert kann ich dort bieten (z.B. über kununu, IHK, Gründerszene etc.)

·  Ansprache Netzwerk (z.B. jmd. der bei dem UN arbeitet, das man interessant findet) oder Direkt-Ansprache des UNs

·  Weiterempfehlung über Netzwerk (z.B. Provision für vermittelten Auftrag)

·  Go with the Flow & „Glück“

 

Input von Andreas Lohrum:

  • Eigene Skills kennen technisch / methodisch (Zertifizierungen) / sozial
  • Selbstorganisation (Freiheit (Skifahren, mal ein Tag frei, etc.) Arbeitszeiten, Aufgabenverwaltung, Antworten auf Anfragen (SLA mit sich selber)
  • Rechtl. Form (Ltd, UG (haäftungsbeschränkt, GmbH) Vor- und Nachteile klären und dann das "Richtige" machen.
  • Selbst + Ständig (Immer verantwortlich, aber outtasking in Betracht ziehen für z.B. schwierige Themen wie Steuerrecht, Vertragsrecht, etc. )
  • Akquise (Netzwerk, Vermittler (kostet Geld – wieviel Marge bekommen sie, was leisten sie, (10-15% scheint fair teilweise aber deutl. höher);  man muss vers. Suchbegriffe angeben), als Sub-Unternehmer)
  • Vermittler z.B.:
  • Publikationen (Bücher, Artikel, etc.), Blog
  • Weiterbildung (1/3 Arbeit, 1/3 Akquise, 1/3 Weiterbildung/-entwicklung, ist jedoch ggf. zu hoch angesetzt) à megawichtig, um den Tagessatz zu berechnen; mindestens 2 Wochen pro Jahr Weiterbildung; 4 Wochen Urlaub
  • Preisfindung: Stundensatz vs. Wert für den Kunden (z.B. durch Umsatzerhöhung) – grundsätzliche Empfehlung nicht unter 100€/h
    • Preise nachträglich beim Kunden oder Vermittler zu erhöhen, ist äußerst schwer.
    • Wieviel Geld brauche ich im Monat?
    • Keine Vollauslastung in der Kosten-Planung annehmen, und auch nicht, wenn sie dann als Beauftragung möglich ist. (Dazu ist der Job zu stressig)
    • Richtwerte nach anderen Projektmanagern in der jeweiligen Branche.
    • Oder z. B. GULP Stundensätze (mMn. eher zu niedrig)
    • Achtung Zahlungsziel (teilw. bis 180 Tage)
  • UmsatzSteuer ist kein Einkommen - das Geld muss ans Finanzamt weiter; die USt. musst Du monatlich abführen. (Das Konto sieht toll aus, und Du hast trotzdem kein Geld (sad))
  • Du kannst DauerSteuerfristverlängerung beantragen, dann für einen Monat Vorfinanzierung machen, und hast dann mehr Zeit für die Berechnung.
  • sonst. Steuern berücksichtigen (Rücklagen)
  • Reserven, Rücklagen und Fixkosten (Krankenversicherung (kann man sich runterstufen lassen, wenn man gerade keine Einkünfte hat), Rentenversicherung, Computer, AL-Versicherung?)
  • Partnerschaften, Angestellte, Kooperationen mit Freelancern, Provision
  • Als Projektleiter ist es wsl. einfacher, wenn man einen gewissen kontextuellen Hintergrund hat, bevor man „nichts“ macht – könnte man auch etwas Anderes machen
  • Als Freelancer hat man es auch schwierig: Hierarchie, Politik (Beziehungsgeflecht)
  • Veranstaltungen: TODO Auflistung Andreas·        
  • Diskussionsgruppe: TODO Auflistung Andreas

Siehe auch Dornborn 2015  Freiberufler: Was Tun? von Roland

  • No labels

2 Comments

  1. Ich war zwar leider nicht auf dem PMCamp dabei, aber Andreas hat mich gebeten auch meinen Input zu ergänzen:

    Dem Gesagten von Andreas und Maren kann ich mich nur anschließen.

     Aus meiner persönlichen Erfahrung möchte ich gerne zwei Dinge ergänzen:

    1. Die Positionierung als "Projektmanager" ist nicht ganz einfach. Projektmanagement als Alleinstellungsmerkmal/Kernkompetenz ist zu diffus und komplex als dass es einfach einem neuen Kunden vermittelbar ist (da ist die Positionierung über technische Skills erheblich einfacher). Anbieter und Kunden versuchen häufig sich durch den Rückgriff auf Zertifizeriungen von diesem Dilemma zu befreien. Ich persönlich mag diesen Ansatz nicht wirklich und über Zertifizierungen haben wir auf openPM ja auch schon hinreichend diskutiert. Meine eigene Projektakquise lief daher in den letzten Jahren neben den aufgeführten Plattformen in aller erster Linie über persönliche Kontakte. Häufig findet sich so etwas wie eine "Projektkarawane": Projektarbeiter, die von einem Projekt zum nächsten wandern und wenn es dann gilt ein neues Projekt zu staffen, werden andere Projektarbeiter, mit denen man in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet hat nachgezogen. Solche "Karawanen" gibt es in Unternehmen, aber manchmal sogar auch über Unternehmensgrenzen hinweg. 
    2. Meine Projekte der letzten Jahre hatten zwar meist ihren Ausgangspunkt in "echten" Projekten, aber häufig diffundieren die anstehenden Aufgaben dann über Projektgrenzen hinweg. Ist erstmal ein zuverlässiger Kümmerer und Kommunikator gefunden, dann interessieren den Auftraggeber die Projketgrenzen mitunter immer weniger und es heißt schnell: "Kannst du dich nicht auch um dieses oder jenes Thema kümmern?" - egal ob es ein Projekt- oder ein Linien-Thema ist. Da ist dann eher ein agiler Feuerwehrmann gefragt und das läuft dann häufig an der normalen Projektakquise vorbei und führt zu Erweiterung oder Verlängerung bestehender Aufträge.

     

  2. Noch ein tolles Buch ist The $100 Startup: Fire Your Boss, Do What You Love and Work Better to Live More  von Chris Guillebeau, ist offener für mögliche Lösungen als die 4-Stunden-Woche.